Mit jungen KandidatInnen junge Frauen und Männer erreichen

Unter den 84 KandidatInnen der SPD zur Stadtverordnetenversammlung sind 27 PotsdamerInnen unter 35 Jahren. Die Chancen stehen gut, dass einige davon gewählt werden. „Auch junge Menschen müssen aktiv in der Stadtpolitik mitmischen. Dafür treten wir an, denn wir wollen die Bedingungen für die junge Generation verbessern.“, so David Kolesnyk, Vorsitzender der Jusos Potsdam.

Die Jusos verweisen darauf, dass in Potsdam gerade auch immer mehr junge Menschen wohnen und leben. Inzwischen gehen über 40.000 junge Menschen zwischen 15 und 35 Jahren in Potsdam zur Schule, beginnen ihre Ausbildung oder ihr Studium, möchten in der Freizeit etwas erleben und später nicht vor der Frage stehen, ob sie sich die Gründung einer Familie überhaupt leisten können.

Für die Jusos steht deshalb das Thema Wohnen im Mittelpunkt. „Wir müssen den immensen Mietsteigerungen politisch entgegen treten, um die soziale Verdrängung, die bereits in Gange ist, aufzuhalten.“, so Franziska Ziemer, stellvertretende Vorsitzende der Jusos Potsdam. „Die bereits beschlossene Mietenbremse, die Mieterhöhungen bei Neuvermietung oder nach Sanierung dämpfen soll, ist eine gute Sache. Wichtig ist aber auch, das Engagement jedes Einzelnen zu stärken. Wer seine Rechte kennt, kann gegen ungerechtfertigte Mieterhöhungen oder fehlerhafte Betriebskostenabrechnungen vorgehen.“

„Auch braucht Potsdam „junge“ Infrastruktur in den Stadtteilen“, betont Jakob Niemann, stellvertretender Vorsitzender der Jusos Potsdam. „Einige Projekte für junge Menschen wie Waschhaus, freiLand, Archiv oder Lindenpark entwickeln sich gut. Jugendliches Engagement muss allerdings stets gefördert werden. Zum Beispiel braucht Potsdam für selbstorganisierte Musikprojekte mehr Bandproberäume. Auch die Jugendclubs müssen weiter unterstützt werden.“

Zur am gleichen Tag stattfindenden Europawahl werden sich die Jusos mit verschiedenen Aktionen befassen. Außerdem ist für 2014 geplant, vermehrt Auszubildende und ihre Vorstellungen in die Arbeit der JungsozialistInnen einzubinden, was gerade auch aufgrund des Wahlalters mit 16 wichtig ist.