Babelsberger Kiezgeschichte – Gedenken an 150 Jahre Paul-Neumann

Die SPD Babelsberg lädt am kommenden Montag, den 20. Juli, um 19 Uhr auf den Goethe-Friedhof in Babelsberg zum Gedenken an Paul-Neumann, den ehemaligen Gemeindevertreter und Gemeindevorsteher von Nowawes, ein. Treffpunkt ist am Südeingang des Friedhofs in der Goethestraße in Babelsberg.

„Babelsberg ist ein Stadtteil mit viel Geschichte. Oft ist das auch sozialdemokratische Geschichte. Hieran wollen wir anlässlich des 150. Geburtsjahres von Paul-Naumann erinnern und ihm – einem der engagierten Kämpfer seiner Zeit für ‚Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit‘ – gedenken“, so David Kolesnyk, Vorsitzender der SPD Babelsberg.

Paul Naumann wurde am 20. Juli 1865 in Nowawes als Sohn des Webermeisters August Neumann geboren. Er folgte der Profession seines Vaters und wurde selbst Webermeister. Er schloss sich der SPD an und war von 1898 bis 1917 an Mitarbeiter der SPD-Zeitung „Vorwärts“. 1917 wurde er kommissarischer Gemeindevorsteher von Nowawes und 1919 auch in diese Funktion gewählt.

Er organisierte gemeinsam mit seinem Sohn 1920 vor Ort den Widerstand gegen den Kapp-Putsch. So schlossen sich alle 26 Betriebe von Nowawes dem Generalstreik gegen den Putsch an.

Unter seiner Amtsführung wurden in Nowawes u.a. die Flächen der „Großen Sandscholle“ für notwendige kommunale und genossenschaftliche Wohnungsbauten erworben. Ab 1928 entstanden hier die Wohnungen der heutigen Genossenschaft Gewoba e.G. Babelsberg. Die Straße, in der die Wohnungen liegen, ist nach Paul Neumann benannt.