Azubi-Wohnen voranbringen

Auf Antrag der SPD-Fraktion beschloss die Stadtverordnetenversammlung am 3. Dezember 2014, dass der Oberbürgermeister Gespräche u.a. mit der IHK und der Handwerkskammer führen soll, um Möglichkeiten zur gezielten Bereitstellung von Wohnraum für Azubis in Potsdam zu besprechen. Die Idee dabei soll sein, dass Unternehmen einen Teil der Miete übernehmen und dafür deren Azubis direkt Wohnplätze erhalten. So ist nicht nur sichergestellt, dass Azubis die Wohnung auch bezahlen können, sondern zugleich auch, dass sie eine Wohnung erhalten.

Hierdurch würde es für die teilnehmenden Unternehmen auch leichter Azubis zu werben. Diese könnten Sie dann auch aus ganz Brandenburg gewinnen und nicht nur aus Potsdam und dem direkten Umland. Bereits ein früherer Antrag der SPD-Fraktion hatte gezeigt, dass es Bedarf gibt. So hatten ca. die Hälfte der Azubis einiger Hotels noch immer keine Wohnung in Potsdam. Einige Schülerinnen und Schüler der Berufsschule in Potsdam überlegten, nach Berlin zu wechseln, da der Fahrtweg zu weit sei.

Auch die allgemeine Situation auf dem Ausbildungsmarkt in Brandenburg zeigt, dass die oben genannte Idee weiter verfolgt werden sollte: In Brandenburg gibt es zum Beginn des jeweiligen Bewerbungszeitraumes mehr Ausbildungsplatzsuchende als es Ausbildungsplätze gibt. In Potsdam ist es zu diesem Zeitpunkt schon andersherum, sodass die Unternehmen hier darauf angewiesen sind, überregional Azubis zu werben. Die Situation, dass sich das Verhältnis in ganz Brandenburg bis kurz vor Beginn des Ausbildungsjahres umkehrt zeigt zudem, dass viele Azubis Brandenburg den Rücken kehren. Gerade die vielen attraktiven Ausbildungsplätze in Potsdam können hier eine Chance sein, mehr jungen Brandenburgerinnen und Brandenburgern eine Ausbildungsperspektive in Potsdam zu bieten.